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Nur 60% Cookie Akzeptanz - der Albtraum für alle Online Marketer? Was kann ich tun?



Im Mai 2020 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass nicht-notwendige Cookies für Webseiten einer ausdrücklichen Einwilligung der User bedürfen.


Alle Cookies, Skripte oder sonstige eingebundene Dienste, die zum Betrieb der Website nicht zwingend notwendig sind, dürfen erst nach ausdrücklicher Zustimmung durch den Nutzer eingesetzt werden.


Für den User hat dies zur Folge, dass so ziemlich auf jeder Website ein nerviges cookie-Banner aufpoppt. Mittlerweile nehmen die Nutzer die cookie-Banner Texte aber kaum noch wahr.

Laut Statista geben über 40% an, dass einfach auf „Cookies akzeptieren“ geklickt wird. Nur 16% geben an, die Cookie-Hinweise durchzulesen.


Für Marketer hat dies den Vorteil, dass immer mehr „blind“ auf bestätigen geklickt wird.


Auf der anderen Seite liegt die Akzeptanzrate der Cookies in Deutschland im Durchschnitt nur bei 60%. (in Einzelfällen bei bis zu 80%, aber auch < 50% sind möglich)

Somit gehen 40% der Nutzerdaten verloren.


D.h. als Werbetreibender findet man sich damit ab oder man versucht die fehlenden 40% hochzurechnen / zu simulieren. Man wird allerdings nie (zumindest nicht auf legalem Wege..) herausfinden, ob sich die 40% der User, ohne Cookie-Einwilligung, tatsächlich genauso wie die anderen 60% verhalten.


Die für mich einzig sinnvolle Lösung ist, selbst eine eigene Datenbank aufzubauen / das eigene CRM System konsequent anzufüttern.

Die eigene Datenbank? Das klingt immer sehr hochtrabend und kompliziert. In erster Linie geht es darum, EIN Hauptsystem zum haben, in dem Userdaten sicher, strukturiert und einfach nutzbar gespeichert werden.


Das kann eine mySQL Datenbank sein, Excel-Listen, Google Sheets, CRM- oder E-Mail Systeme (Active Campaign, Hubspot, Mailchimp, Redtrack, Salesforce, Typeform)


Dazu können verschiedene Datenquellen mit z.B. Zapier, Automate.io oder make.com verknüpft werden.


Über welche Kanäle sollte ich eigene Daten generieren / Leads gewinnen?

Folgende Kanäle sind zu empfehlen: E-Mail (der Kanal E-Mail wurde schon mehrfach (zu Unrecht) abgeschrieben, wird aber sogar noch an Bedeutung gewinnen), WhatsApp, SMS, Calls.


Entscheidend ist das warum. Warum sollte ein User mir seine E-Mail Adresse oder Telefonnummer hinterlassen?

Was bekommt ein Nutzer dafür? Langweilige Newsletter ohne wirklichen Content? Aufdringliche Call-Center Anrufe? Unmotivierte Textnachrichten?


Erfahrungsgemäß hilft es immer die Perspektive „wie mache ich den User erfolgreich“ einzunehmen.

Ich schreibe bewusst „erfolgreich“ und nicht „glücklich“.

Jemand der gerade ein Abo eines Fitnessstudios abgeschlossen hat, wird sich glücklich fühlen, da er endlich den ersten Schritt zur Wunschfigur getan hat. Erfolgreich wird er aber erst, wenn das Fitnessstudio regelmäßig betreten wird (und dann auch nicht nur auf dem Ergometer Netflix geguckt oder telefoniert wird).


Ein glücklicher Kunde muss interagieren, kommunizieren, etwas tun. Sonst wird aus einem glücklichen, aber erfolglosen Kunden, schnell ein unglücklicher Kunde - oder der Kunde sucht nach Alternativen oder lässt sich von einem Mitbewerber abwerben.


Was kann ein Anreiz sein, damit ein Lead (E-Mail, Telefonnummer etc. s.o.) generiert wird:

  • Exklusiver Content, den man woanders nicht bekommt (per email, pdf etc.)

  • Vergleiche von Dienstleistungen

  • Kostenlose Services (Analyse Usability Website, Backlink Analyse etc.)

  • Test Mitgliedschaften, Trials

  • Gutscheine

  • Rabatte

  • Gewinnspiele

  • Dinge, die man nicht kaufen kann, z.B. ein Treffen mit Promi XY

  • uvm.

Fazit

Wenn es gelingt, wirklichen Mehrwert über Content o.ä. zu schaffen, den User zu binden, mit ihm zu kommunizieren, Interaktionen zu fördern, dann steht dem Aufbau einer eigenen, wertvollen Datenbank - ohne Abhängigkeit von Cookies - nichts mehr im Wege!




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